«Finger ab dä Rösti» – Die Schweiz braucht keine Gentech-Herdöpfel!
Die Gentechnik soll’s richten. Nun auch bei den Kartoffeln – ausgerechnet dieser beliebten Knolle also, auf die wir in der Schweiz so stolz sind. Geht es nach der Lobby, sollten bald Gentech-Rösti, Gentech-Chips und Gentech-Pommes auf die Schweizer Teller kommen. Der vergangene Hitzesommer wird dabei als Vorwand benutzt, um zu behaupten, es gäbe keine Alternativen zur Gentechnik: Doch das stimmt nicht!
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Die Gentechnik soll’s richten. Nun auch bei den Kartoffeln – ausgerechnet dieser beliebten Knolle also, auf die wir in der Schweiz so stolz sind. Geht es nach der Lobby, sollten bald Gentech-Rösti, Gentech-Chips und Gentech-Pommes auf die Schweizer Teller kommen. Der vergangene Hitzesommer wird dabei als Vorwand benutzt, um zu behaupten, es gäbe keine Alternativen zur Gentechnik: Doch das stimmt nicht!
Im Gegenteil. Die Lösung liegt bereits auf dem Tisch: Traditionell gezüchtete Kartoffelsorten mit guter Krankheits- und Trockenheitstoleranz. Jahr für Jahr kommen neue auf den Markt. Auch das Vorzeigeprojekt «Pakt für widerstandsfähigere Bio-Kartoffelsorten» aus Holland weist den Weg in die Zukunft. Dort haben sich Produzent:innen, Verarbeiter und der Detailhandel zusammengeschlossen und sich auf das gemeinsame Ziel verpflichtet, in Zukunft 100% resistente Bio-Sorten anzubauen, zu verarbeiten und auch zu verkaufen. Die Schweiz sollte sich an diesem Vorbild orientieren.
Wir sind stolz auf unsere gentechnikfreien Herdöpfel. Sei es in Form von Rösti, Kartoffel-Chips oder ganz einfach neben dem Raclette. Dass die Gentech-Lobby diese Tradition nun aufs Spiel setzen will, ist unnötig und falsch. Herkömmlich gezüchtete, gentechnikfreie Kartoffeln sind die Lösung. Die Schweiz braucht keine Gentech-Herdöpfel!
Wir fordern darum von Grossverteilern wie der Migros, Verarbeitern wie Zweifel-Chips oder dem Branchenverband swisspatat, dass sie sich konsequent für traditionell gezüchtete und resistente Kartoffelsorten einsetzen und die Finger von leeren Gentech-Versprechen lassen.
Es geht ohne!
Die Lebensmittelschutz-Initiative verankert eine umfassende Risikoprüfung für gentechnisch veränderte Organismen in der Verfassung und schützt damit Mensch, Tier und Umwelt vor den Gefahren der Gentechnik.
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Die Auswirkungen von gentechnischen Verfahren auf Mensch, Tier und Umwelt sind unzureichend erforscht und trotzdem sind die Risiken für die menschliche Gesundheit (bspw. Antibiotikaresistenzen, Allergien), das Wohlergehen von Tieren und den Erhalt der biologischen Vielfalt (Auskreuzung mit Wildpflanzen) bereits jetzt nachweisbar. Für einen ausreichenden Schutz vor den Gefahren der Gentechnik müssen alle gentechnischen Eingriffe bei Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen einer strengen Risikoprüfung unterliegen, bevor sie bewilligt, produziert und verkauft werden dürfen.
Das alles muss auch für Produkte aus der sogenannten neuen Gentechnik (Lobby-Begriff: neue Züchtungsverfahren) gelten, denn auch die neue Gentechnik ist und bleibt Gentechnik! Mit einer umfassenden Risikoprüfung werden Mensch, Tier und Umwelt bestmöglich geschützt und das verfassungsmässig garantierte Vorsorgeprinzip gestärkt.