Lebensmittelschutz-Initiative eingereicht: Klares Signal gegen Freipass für Gentechnik-Konzerne

Bern, 27. Februar 2026 – Heute hat eine breite Allianz aus Zivilgesellschaft, Konsumentenschutz und Landwirtschaft die Lebensmittelschutz-Initiative eingereicht. Die Initiative will die Landwirtschaft und Konsument:innen mit klaren Leitplanken vor den Risiken der Gentechnik bewahren. Dank dem grossen Effort von unzähligen Einzelpersonen ist nun klar, dass die Bevölkerung mitreden wird, wenn es um die Regulierung der Gentechnik in der Schweiz geht. Der Ball liegt nun bei Bundesrat und Parlament.

Engagierte Konsument:innen, Landwirt:innen, Züchter:innen und zahlreiche weitere haben über 130’000 Unterschriften für eine zeitgemässe und risikobasierte Regulierung der Gentechnik in der Schweiz gesammelt. «Die Menschen in der Schweiz wollen auch in Zukunft selbst entscheiden, was auf ihren Teller kommt», so Martin Graf, Präsident des Vereins für gentechnikfreie Lebensmittel und meint weiter, «Es war während der Sammlung stets zu spüren, dass die Wahlfreiheit und damit die Option “gentechfrei” zur Mentalität der Schweizer Konsument:innen gehört». Das bestätigte auch eine repräsentative Studie von Sotomo im Sommer, die zeigte, dass die Mehrheit der Schweizer:innen den Forderungen der Initiative zustimmt. 

Konsument:innen und Landwirtschaft vor unkontrollierter Gentechnik schützen

Die Lebensmittelschutz-Initiative kommt zu einem wichtigen Zeitpunkt: Vor wenigen Monaten hat Bundesrat Albert Rösti einen Vorschlag für ein Gentechnik-Spezialgesetz vorgelegt, das Mensch, Tier und Umwelt nur unzureichend schützt. Darum definiert die Lebensmittelschutz-Initiative rote Linien, die das Vorsorgeprinzip und die Wahlfreiheit der Konsument:innen garantieren: «Mit der Lebensmittelschutz-Initiative haben wir ein starkes Mittel in der Hand, um die Wahlfreiheit der Konsument:innen sowie der Landwirt:innen zu garantieren und das in der Bundesverfassung verankerte Vorsorgeprinzip einzufordern» meint Marionna Schlatter, Präsidentin der Schweizer Allianz Gentechfrei. Sollte eine künftige Regulierung der Gentechnik vor dem Volk Bestand haben, müssen die in der Lebensmittelschutz-Initiative formulierten roten Linien eingehalten werden.

Breite Allianz

Die Lebensmittelschutz-Initiative wird von einer breiten Allianz aus mehreren bäuerlichen Organisationen wie Bio Suisse oder Demeter, Züchter:innen, Akteur:innen aus dem Konsumenten-, Umwelt- und Tierschutz, der Wissenschaft sowie der Kirche getragen. Politiker:innen der SVP, der Mitte, der EVP, SP und den GRÜNEN sind Teil des Initiativkomitees. Das Thema der Gentechnik beschäftigt die Menschen, insbesondere auch in bäuerlichen Kreisen. Konrad Langhart, Mitglied des Initiativkomitees, ehemaliger Mitte-Kantonsrat und Landwirt sagt: «Als Bauer sage ich klipp und klar: Unsere Freiheit, gentechnikfrei zu produzieren, muss bewahrt werden. Die Lebensmittelschutz-Initiative schafft die nötigen Rahmenbedingungen und sichert damit die Unabhängigkeit von uns Produzenten.»

Der Verein für gentechnikfreie Lebensmittel dankt allen Beteiligten für die grosse Unterstützung während der Unterschriftensammlung und schaut zuversichtlich auf den bevorstehenden politischen Prozess.

Für weitere Auskünfte steht zur Verfügung:

  • Dominik Waser, Geschäftsleiter Verein für gentechnikfreie Lebensmittel, dominik.waser@lebensmittelschutz.ch

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Spannende Redebeiträge der Einreichungsaktion in Bern

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Die Lebensmittelschutz-Initiative ist gesammelt