Gentech-Schweine in der Schweiz - Die neuesten Entwicklungen geben Anlass zur Sorge
Gentech-Schweine könnten schon bald auch in der Schweiz Realität werden. Recherchen haben gezeigt, wie konkret diese Pläne bereits sind. Die negativen Auswirkungen auf das Tierwohl, die Umwelt und unsere Gesundheit sind dabei völlig ungewiss. Für uns ist klar: Die Schweiz darf nicht zum Versuchsfeld für Gentech-Tiere werden. Darum haben wir einen Protestbrief an Bundesrat Albert Rösti lanciert. Bereits über 12’000 Menschen unterstützen unsere Forderungen. Hilfst auch du mit, Mensch, Tier und Umwelt zu schützen?
Recherchen der NZZ am Sonntag haben aufgedeckt, dass in der Schweiz intensiv an der Entwicklung und Zulassung von Gentech-Schweinen gearbeitet wird. Bislang kannte man solche Entwicklungen vor allem aus den USA oder China. Dort sind Gentech-Schweine seit kurzem auf dem Markt - in China sogar ein sogenanntes “Mini-Schwein” für die Haustierhaltung. Doch nun wird klar, dass gentechnisch veränderte Tiere auch hier längst keine rein theoretische Diskussion mehr sind. Diese Pläne kritisiert der Verein für gentechnikfreie Landwirtschaft aufs Schärfste. Nicht nur bei uns führt dieses Vorhaben zu heftigen Reaktionen.
Die Landwirtschaft ist gespalten
Die Reaktionen auf die Enthüllung zu den Gentech-Schweinen zeigen ganz deutlich: Auch innerhalb der Landwirtschaft ist das Thema höchst umstritten. Mitte-Nationalrat Leo Müller, Verwaltungsrat bei SUISAG, wurde gar dazu gebracht, seinen geplanten politischen Vorstoss zur Zulassung von Gentech-Schweinen zurückzuziehen. Der öffentliche Widerstand wirkt!
Wer Gentech-Tiere zulässt, riskiert eine weitere Spaltung der Landwirtschaft. Während einige wenige von den neuen Technologien profitieren würden, müssten andere Produzent:innen die Folgen und Risiken sowie den Vertrauensverlust bei den Konsument:innen tragen.
Zum Rundschau-Beitrag “Hodenlose Gentechferkel sorgen für Streit”
Entwicklungen in der EU: Wirtschaftliche Interessen stehen im Vordergrund
Auch auf europäischer Ebene macht die Gentech-Lobby weiter Druck für die Zulassung neuer Gentechnik. In einem aktuellen Positionspapier fordert der “Bundesverband Rind und Schwein e. V.” sogar die Zulassung bestimmter neuer genomischer Techniken (NGTs) in der Tierzucht. Gleichzeitig fordern sie, dass künftig auch Gentech-Tiere aus Drittländern in der EU zugelassen werden sollen.
Zwar wird in den entsprechenden Papieren immer wieder vom Tierwohl gesprochen. Doch beim genaueren Hinsehen wird klar: Im Zentrum stehen vor allem wirtschaftliche Interessen. Es geht um Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Ländern wie den USA, Brasilien oder Argentinien. Die europäische Tierzuchtbranche warnt davor, «langfristig Marktanteile und genetischen Fortschritt» zu verlieren. Die Folgen für Tier, Mensch und Umwelt werden klar hinten angestellt. Tiere sind keine Waren!
Die Salamitaktik der Gentech-Lobby
Offiziell geht es beim geplanten Spezialgesetz von Bundesrat Rösti derzeit «nur» um Pflanzen. Doch wir befürchten, dass es leider nicht dabei bleiben wird. Die aktuellen Entwicklungen rund um Gentech-Schweine zeigen deutlich: Die Zulassung von Gentech-Pflanzen wäre nur der erste Schritt. Danach werden wohl schrittweise auch Tiere folgen.
Wenn die neue Gentechnik einmal dereguliert und als «harmlos» eingestuft wurde, wird der Druck wachsen, dieselben Regeln auch auf Tiere anzuwenden. Das dürfen wir nicht zulassen!
Unsere Forderungen sind klar
Mit diesem Protestbrief fordern wir Bundesrat Rösti dazu auf, diese gefährlichen Plänen entschieden entgegenzutreten. Die Risiken müssen ernst genommen werden und das Interesse der Bevölkerung muss respektiert werden.
Konkret fordern wir als Unterzeichnende:
NEIN zu Gentech-Fleisch auf unseren Tellern
NEIN zum gefährlichen Experiment mit Mensch, Tier und Umwelt
NEIN zur Zulassung von Gentech-Tieren durch die Hintertür
Die Schweiz braucht keine Gentech-Schweine. Wir brauchen eine Landwirtschaft, die auf Vertrauen, Qualität, Transparenz und Verantwortung setzt – nicht auf riskante Experimente im Interesse einiger weniger Lobbygruppen.
Unterschreibe jetzt unseren Protestbrief an Bundesrat Rösti. Und teile dieses kurze Video mit deinem Umfeld. Gemeinsam können wir verhindern, dass Gentech-Tiere in der Schweiz Realität werden.

