50’855 Unterschriften gegen Gentech-Schweine und US-Gentech-Food eingereicht
Bern, 16. September 2026 – Der Verein für gentechnikfreie Lebensmittel hat heute in Bern gleich zwei Protestbriefe an den Bundesrat eingereicht. Über 20’000 Personen fordern Bundesrat Rösti auf, jegliche Bestrebungen zur Zulassung von Gentech-Schweinen in der Schweiz zu stoppen. Ein zweiter Protestbrief mit über 30’000 Unterschriften stellt sich gegen ein mögliches Handelsabkommen mit Trump, welches der Schweiz Gentech-Food aufzwingen will.
Eine Recherche der NZZ am Sonntag hat Ende 2025 ans Licht gebracht, dass die Schweine-Lobby im Hintergrund intensiv an der Zulassung von Gentech-Schweinen arbeitet. Auch in der Schweiz sollen künftig gentechnisch veränderte Schweine produziert werden, zum Beispiel Schweine ohne Hoden um bei der Produktion Kosten zu sparen. Dass dabei grundlegende ethische Fragen sowie mögliche Risiken ausser Acht gelassen werden, sorgte für grosses Aufsehen. «Über 20’000 Menschen fordern vom Bundesrat, dass er die Pläne der Schweine-Lobby stoppt und sich klar gegen gentechnisch veränderte Tiere positioniert.» sagt Dominik Waser, Geschäftsleiter, Verein für gentechnikfreie Lebensmittel und meint weiter, «Das gefährliche Experiment mit Gentech-Schweinen ist weder im Sinne der Landwirtschaft noch der Schweizer Konsument:innen».
Das Ziel der Schweine-Lobby ist klar. Es sollen noch produktivere und leistungsfähigere Schweine gezüchtet werden, welche einem immer industrielleren Tierhaltungs-System dienen, bei dem der Profit vor dem Tierwohl und der Gesundheit steht. Genau darum hat sich auch die Organisation Sentience Politics für den Protestbrief engagiert. Für Naomi Rey, Co-Geschäftsleiterin ist klar: «Nicht die Tiere müssen an ein ungerechtes System angepasst werden, sondern das System muss sich verändern. Gentech-Schweine sind darum keine Lösung».
Der zweite heute eingereichte Protestbrief mit über 30’000 Unterschriften will verhindern, dass die Schweiz ein Handels-Deal mit Trump abschliesst, welcher der Schweiz Gentech-Food aufzwingen könnte. Im Frühjahr wurde bekannt, dass sich Trump über die strenge Gentechnik-Regulierung der Schweiz stört 1. Da in der US-Landwirtschaft viel Gentechnik zum Einsatz kommt, oft ohne Prüfverfahren und ohne Kennzeichnung, – unter anderem wurde bereits eine Bewilligung für Gentech-Schweine ohne entsprechende Kennzeichnung erteilt – ist die Schweizer Gesetzgebung für Trump nur ein «unnötiges Handelshemmnis», welches aus dem Weg geschaffen werden sollte. Dominik Waser, Geschäftsleiter, Verein für gentechnikfreie Lebensmittel sagt dazu: «Der Bundesrat darf vor Trump nicht auf die Knie gehen. Ein Handels-Deal welcher undeklarierte Gentech-Produkte in die Schweiz bringen könnte oder unsere hiesige Regulierung in Frage stellt, ist nicht akzeptabel». Das sehen auch die über 30’000 Menschen so, welche den Protestbrief unterzeichneten.
Für weitere Auskünfte steht zur Verfügung:
Dominik Waser, Geschäftsleiter, Verein für gentechnikfreie Lebensmittel, 079 313 98 02, dominik.waser@lebensmittelschutz.ch
Naomi Rey, Co-Geschäftsleiterin, Sentience Politics, naomi.rey@sentience.ch

