Rück- und Ausblick: Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weitermachen.
Im letzten halben Jahr ist viel passiert. Wir haben die Unterschriften für die Lebensmittelschutz-Initiative eingereicht. Kurz danach wurde bekannt, dass bei der Bundeskanzlei nicht genügend Unterschriften angekommen sind. Die Differenz von 6’000 Unterschriften war unerklärlich. Die nachfolgenden Wochen waren aufreibend und streng.
Dank eigenen Recherchen bei 250 politischen Gemeinden konnten wir beweisen, dass wir eigentlich genügend Unterschriften zusammen hatten. Doch damit war noch immer ungeklärt, wo diese sind. Wir haben darauf eine Strafanzeige gegen Unbekannt eingereicht und versuchten weitere Informationen zu erhalten. Ohne Erfolg.
Im Sommer veröffentlichte die Bundeskanzlei dann ihre Verfügung: Darin stand, dass unsere Initiative nicht zustande gekommen ist. Dies ist zwischenzeitlich auch rechtskräftig. Vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass bei einer anderen Initiative, welche erst im September eingereicht worden ist, rund 750 Unterschriften der Lebensmittelschutz-Initiative dabei waren. Die restlichen über 5’000 Unterschriften sind noch immer verschwunden.
Sowas zu akzeptieren fällt niemandem leicht. Schon gar nicht, wenn man weiss, dass über 100’000 gültige Unterschriften gesammelt wurden und die Fehler an einem anderen Ort passiert sind. Und trotzdem: Gewisse Dinge in der Demokratie lassen sich nicht mehr zurückdrehen.
Ob die Staatsanwaltschaft in unserem Fall überhaupt Untersuchungen startet, die den Verbleib der fehlenden Unterschriften aufklären könnten, wissen wir bis heute nicht.
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Unsere Strafanzeige gegen Unbekannt wurde im Juni 2026 bei der Staatsanwaltschaft eingereicht. Sie umfasst diverse Anklagepunkte wie Urkundenfälschung, Betrug oder Diebstahl und will klären, wo die fehlenden 6’000 Unterschriften sind und wie es überhaupt dazu gekommen ist, dass sie fehlen.
Vor wenigen Wochen haben wir eine Information von der Bundeskanzlei erhalten: Bei der vor Kurzem eingereichten Miet-Preis-Initiative wurden 750 Unterschriften der Lebensmittelschutz-Initiative gefunden. Damit bleibt jedoch immer noch unklar, wo die restlichen über 5’000 gültigen Unterschriften sind.
Bezüglich der Strafanzeige haben wir bisher noch keine Informationen erhalten, wie sie mit der Anzeige umgehen werden. Wir hoffen jedoch bald mehr zu wissen.
Für uns ist klar: Es braucht Ermittlungen, um den Verbleib der über 5’000 fehlenden Unterschriften aufzuklären. Die Stimmberechtigten haben das Recht zu wissen, wo die Unterschriften sind. Wir bleiben dran und haben dabei rechtliche Unterstützung von einem Anwalt.
Für uns heisst es jetzt: «Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weitermachen» – sehr viele Dinge lassen sich noch beeinflussen, das dürfen wir nie vergessen. Unsere Anliegen sind wichtiger denn je.
Und: Was wir heute tun (oder eben lassen...) wird über die Zukunft entscheiden. Unser tägliches Engagement macht einen konkreten Unterschied. Auch wenn die Lebensmittelschutz-Initiative nicht zustande gekommen ist, müssen wir verhindern, dass Gentechnik in der Schweiz bald unkontrolliert auf unsere Felder und Teller gelangt.
Es braucht einfach andere Werkzeuge – Petitionen, Sensibilisierungskampagnen oder Referenden. Wir werden der Gentech-Lobby einen Strich durch die Rechnung machen und ihre leeren Versprechen enthüllen. Indem wir das von Bundesrat Rösti vorgeschlagene Gentechnik-Spezialgesetz bekämpfen und verhindern, dass bald undeklarierter Gentech-Food aus der EU, den USA oder den Mercosur-Staaten importiert wird, können wir eine vielfältige und gentechnikfreie Lebensmittelproduktion in der Schweiz erhalten.
Das ist unser Plan. Daran halten wir fest. Und wir sind unglaublich dankbar, für alle, die mithelfen.

